Institutsrat (IR)
Der Institutsrat ist ein vom LUI eigens gegründetes Gremium, das sich mit institutsinternen Angelegenheiten befasst. Er setzt sich zusammen aus den Professoren, dem Mittelbau des Instituts, der Institutsbibliothekarin und Mitgliedern der Fachschaft. Der Vorsitz liegt beim Institutsleiter (derzeit Prof. Dr. Bernhard Tschofen). Der Institutsrat tagt in der Regel drei bis vier Mal im Semester. Dabei geht es vor allem darum, Entwicklungen auf Instituts-, Fakultäts- und Uni-Ebene zu besprechen, Personal- und Strukturfragen zu klären sowie Lehrpläne zu konzipieren. Eine wichtige Aufgabe ist seit Einführung der Studiengebühren die Entscheidung über die Verwendung des Geldes am Institut.
Der Fakultätsrat
Im Fak-Rat versammeln sich die Lehrenden und die gewählten Vertreter der Studierendenschaft einer Fakultät. Den Vorsitz bilden Dekan, Studiendekan und Dekanatsassistent. In den drei bis vier Sitzungen pro Semester werden Informationen über uniweite Entwicklungen, die meist auch die Fakultäten und Institute betreffen, mitgeteilt und diskutiert. Dabei geht es vor allem um Berufungsverfahren einzelner Institute, Anträge für Forschungsfreisemester und aktuelle Hochschulpolitik, wie z.B. die Verteilung der Studiengebühren. Die Entwicklung von Konzepten, Stellungnahmen und Entscheidungen der Universität finden zumeist in kleineren Gremien wie dem Senat und der jeweiligen Strukturkommission statt, sodass im Fak-Rat über diese Ergebnisse leider nur noch abgestimmt werden kann.
Die Studienkommission
Die Studienkommission der Fakultät beschließt alle Angelegenheiten, die Lehre und Studium betreffen. Zu diesen gehören unter anderem die Lehrplanung, Lehrpreise sowie die Verwendung der Studiengebühren.
Die Kommission setzt sich aus je einem Dozenten der Fakultätsinstitute (EKW, Sport, Politik, Soziologie und Erziehungswissenschaft), vier studentischen Vertretern (im Moment aus EKW, Poltik, Soziologie und Erziehungswissenschaft) und dem Studiendekan (im Moment Prof. Dr. Klaus-Peter Horn) zusammen.
Die Kommission wird vom Fakultätsrat eingesetzt.
Gleichstellungskommission
Die Gleichstellungskommission der Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften vertritt das universitäre Gleichstellungsorgan auf Fakultätsebene. Sie setzt sich zusammen aus dem Vorsitzenden der Gleichstellungskommission (z. Zt. Prof. Dr. Veit Wank, Gleichstellungsbeauftragter am Sportinstitut), den weiteren Gleichstellungsbeauftragten der Institute (am LUI z. Zt. Prof. Dr. Bernd Jürgen Warneken) und einer studentischen Vertreterin der Institute.
Die Gleichstellungskommission hat informierende und beratende Funktionen. Sie unterstützt und berät die Institute in Bereichen der Genderforschung und Gleichstellungsförderung. Auf diese Weise bietet sie ihren Mitgliedern die Möglichkeit, sich aktiv an der Universitäts- und Hochschulpolitik zu beteiligen. Außerdem hat sie Beratungsfunktion in den universitären Gremien.
Was macht die Gleichstellungskommission konkret?
Die Gleichstellungskommission informiert und berät zu den Themen:
- Gender-Studies (Lehraufträge sowie Projekte und Vorträge)
- Studieren mit Kind
- Diskriminierung an der Universität, z.B. aufgrund des Geschlechts. Ein offenes Ohr bei Problemen haben alle Gleichstellungsbeauftragten und studentischen VertreterInnen. Alle Informationen werden selbstverständlich vertraulich behandelt.
- Fördermöglichkeiten für Studierende, Promovierende und Habilitierende. Auskünfte erteilt die / der Gleichstellungsbeauftragte und deren / dessen StellvertreterInnen.
- Die Gleichstellungskommission erteilt Fahrtkostenzuschüsse zu Kongressen zu gender-spezifischen Fragestellungen.
Die Räte oder: Fachschaften-Vollversammlung
Die Fachschaften-Vollversammlung ist die politische Aktionsplattform der Fachschaften an der Uni-Tübingen. Hier entstehen in einzelnen Arbeitskreisen Projekte wie der Bildungsstreik, der Alternative Dies Universitatis oder das hochschulpolitische Bildungsmagazin im freien Tübinger Lokalradio “Wüste Welle”.
Neben der Organisation eigener Projekte und Aktionen, zu denen zum Beispiel auch das jährlich stattfindende “Ract!-Festival” am Anlagensee gehört, ist die Fachschaften-Vollversammlung aber auch mit einigen Sitzen im AStA vertreten. Da der AStA seit Abschaffung der verfassten Studierendenschaften in den 70er Jahren nicht mehr politisch sein darf, bedeutet das für die FSVV, dass sie dort hauptsächlich über die Vergabe von AStA-Geldern für verschiedene kulturelle und musische Projekte mitentscheiden kann.
Da die FSVV vor wenigen Jahren noch “Fachschaftsrätevollversammlung” geheißen und als “FSRVV” entsprechend anders abgekürzt worden ist, finden sich die Seiten der FSVV im Internet noch immer unter www.fsrvv.de. Auch wenn in Tübingen manchmal von “den Räten” die Rede ist, ist damit die FSVV gemeint, die umgangssprachlich auch von ihren Vertretern noch oft so genannt wird.
Hochschulgruppen an der Uni-Tübingen
Neben der FSVV, die sich selbst als basisdemokratischen Zusammenschluss der Fachschaften sieht, gibt es weitere Hochschulgruppen an der Uni, die größtenteils den fünf großen Parteien nahe stehen. Dies sind die Juso-Hochschulgruppe (SPD), die Grüne Hochschulgruppe (Die Grünen), die liberale Hochschulgruppe (FDP), der Ring Christlich Demokratischer Studenten (CDU), die ['solid].SDS Hochschulgruppe (Die Linke) und die Hochschulgruppe für “Information & Organisation” (I&O), die keiner Partei direkt zuzurechnen ist, allerdings als eher konservativ und wirtschaftsnah wahrgenommen wird.

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